Fort- und Weiterbildung

Als wesentlichen Bestandteil der Personalentwicklung bietet die Mansfeld-Löbbecke-Stiftung eine Vielzahl von Fort- und Weiterbildungen. Neben regelmäßigen Schulungen zu Erste Hilfe, Brandschutz, und Arbeitssicherheit sowie verpflichtenden Fortbildungen zu Kinderrechten und Deeskalation steht ein breites Angebot an spezifischen Seminaren und Workshops offen.

Bei Bedarf werden zusätzlich externe Weiterbildungen renommierter in Anspruch genommen. Für unsere Fortbildungsangebote engagieren wir erfahrene Fachleute wie Kinder- und Jugendpsychiater*innen, Therapeut*innen und Psycholog*innen. Alle Veranstaltungen finden sich im Fortbildungsprogramm 2026.

Wer in der MLS tätig ist, muss die Kinderrechte und mögliche Gefährdungen des Kindeswohls kennen.

Die Arbeit der Stiftung richtet sich nach pädagogischen Standards, gesetzlichen Vorgaben und orientiert sich an der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen.

Beschäftigte in der Kinder- und Jugendhilfe sollten um diese Rahmenbedingungen wissen und sich mit ihnen auseinandergesetzt haben – konstruktiv und kritisch.

Im PART®-Basisseminar geht es in grundlegender und umfassender Weise um die Prävention und Lösung gewalttätiger Konflikte.


Dabei ist das oberste Ziel des PART®-Konzepts: Die Persönlichkeitsrechte und die Würde der Klienten*innen zu achten und gleichzeitig Sicherheit für alle Beteiligten herzustellen.

Im Seminar werden Grundlagen vermittelt, um in allen Phasen einer Krisensituation adäquat agieren und reagieren zu können.

Ziel des Seminars ist es, ein grundlegendes Verständnis der Diagnose Borderlinepersönlichkeitsstörung (Symptome, Auswirkungen insbesondere auf soziale Beziehungen) zu bekommen sowie mögliche Entstehungsbedingungen zu beleuchten.

Anhand des Konzepts der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) werden die Funktionalität von Selbstverletzungen im Allgemeinen und die Vermittlung alternativer Strategien erarbeitet.

Pädagog*innen, die mit Kindern von psychisch kranken Eltern arbeiten, stehen vor besonderen Fragen.

Wie sehen die Belastungen für Kinder psychisch erkrankter Eltern aus? Wie erleben Kinder und Eltern die Situation? Wie können andere Bezugspersonen helfen?

Thematisiert werden die genetischen, individuellen, psychosozialen und familiären Belastungsfaktoren und das subjektive Belastungserleben der Kinder und Eltern.

Den Schwerpunkt des Seminars bilden Informationen dazu, was resiliente Kinder auszeichnet und wie die Widerstandskräfte der Kinder durch Pädagog*innen, Lehrkräfte und Eltern gestärkt werden können. 

Wir gehen der Frage nach, wie eine altersangemessene und respektvolle Sexualaufklärung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aussehen kann.

Ziel der Fortbildung ist es, pädagogischen Fachkräften und Lehrkräften im Dschungel von Themenfeldern wie körperliche Entwicklung, Aufklärung, Selbstbestimmung & Grenzen sowie sexuelle Vielfalt & Identität, Sicherheit zu vermitteln, damit sie angemessen auf die Fragen und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen reagieren und ihnen dadurch mehr Stabilität und Orientierung geben können.

Betreute in der Jugendhilfe haben – auch durch weitere familiäre und individuelle Belastungen – ein erhöhtes Risiko, eine Suchterkrankung zu entwickeln.

Um dieser Gefährdung frühzeitig etwas entgegenzusetzen und junge Menschen in Einrichtungen der stationären Jugendhilfe so zu begleiten, dass sie keine gesundheitsschädigenden Konsummuster entwickeln oder verfestigen, ist die Verankerung von Suchtprävention im Jugendhilfealltag unerlässlich.

Im Seminar werden die Handlungsspielräume pädagogischer Fachkräfte in den Blick genommen und ausgewählte suchtpräventive Methoden erprobt.

Traumatische Erlebnisse können zu Traumafolgestörungen führen und dann viele Lebensbereiche von Kindern und Jugendlichen maßgeblich beeinflussen.

Wie erkenne ich Traumafolgestörungen? Welche konkreten Maßnahmen sind hilfreich, um betroffene Kinder und Jugendliche zu unterstützen und zu stärken? Welche Fallstricke und Risiken gibt es dabei?

Auf genau diese Fragen fokussiert der Workshop, in dem nicht nur ein fundiertes Wissen über Traumafolgestörungen bei Kindern und Jugendlichen vermittelt wird, sondern auch die konkreten Handlungsmöglichkeiten und Maßnahmen im Fokus stehen.

Gerade in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen können paradoxe Interventionen eine sehr hilfreiche Methode sein, doch sie bringen auch Risiken mit, die man kennen und vermeiden sollte.

Genau darum geht es in diesem sehr praxisorientiertem Workshop. Wir lernen gemeinsam die Grundlagen paradoxer Interventionen und ihrer verwandten Spielarten kennen und nutzen den Workshoprahmen für ein praktisches Kennenlernen und Erproben.